Time to say goodbye: Die CiB sagen danke!

Es ist soweit: Nach drei Jahren endet das bundesweit einmalige Pilotprojekt "Coaches für inklusive Bildung". Wir, die CiB und die weiteren Projekt-Mitarbeiter*innen gehen mit einem weinenden und einem lachenden Auge: Denn wir haben während der Projekt-Laufzeit im Bereich inklusiver Bildung viel geschafft, gesehen und mit Lehrer*innen, Schüler*innen, Eltern, Projektpartner*innen sowie Unterstützer*innen viele bewegende, schöne und manchmal auch unvorhersehbare Momente erleben dürfen.

Wir möchten uns ganz herzlich für die Zusammenarbeit, die Unterstützung und das Vertrauen aller bedanken. Und neben DANKE bleibt uns eigentlich nur noch zu sagen: Das Projekt "Coaches für inklusive Bildung" mag enden - die Inklusion und unser Engagement für das Gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Förderbedarf geht jedoch weiter - wenn auch auf andere Weise!

Einige von uns werden weiterhin für mittendrin e.V. im Rahmen der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) tätig sein. Unser Büro an der Luxemburger Straße bleibt also bestehen und natürlich wird uns auch das Thema Bildung und Gemeinsames Lernen weiter beschäftigen - aber nicht nur. Sie/Ihr seid also herzlich eingeladen, euch weiter mit euren Fragen an uns zu wenden, und wir werden weiterhin versuchen, Sie/Euch mit all unseren Kräften und Kompetenzen zu unterstützen.

Von daher ist das Ende des CiB-Projekt auch ein Neuanfang - und darauf freuen wir uns!

CiB-Abschlussveranstaltung: Drei Jahre, viele Eindrücke

Am 14. März hat das Team des bundesweit einmaligen Pilotprojektes "Coaches für inklusive BIldung" gemeinsam mit Vertreter*innen der 25 Kölner Kooperationsschulen, des Vorstands von mittendrin e.V., der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit, des Kölner Amtes für Schulentwicklung sowie der Kölner Universität als Evaluationspartner, den Abschluss des Projektes gefeiert und einen Blick zurück auf die dreijährige Coacharbeit geworfen. Wie steht es um die inklusive Schulentwicklung in Köln? Was läuft gut und an welchen Stellschrauben muss noch gedreht werden? Wo konnten die neun Coaches, die alle selbst von einer Schwerbehinderung betroffen sind, dank des Peer-Aspektes tätig werden, und inwiefern hat der kritische Blick von außen geholfen, das Gemeinsame Lernen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf zu verbessern?

Wir bedanken uns bei allen, die gekommen sind und mit uns gefeiert haben. Und für alle, die noch immer nicht genug von den "Coaches für inklusive Bildung (CiB)" haben: In Kürze erscheint ein Buch über uns und unsere Arbeit, mit vielen praktischen Beispielen und Erfahrungsberichten aus der Coach-Arbeit. Also, seien Sie gespannt!

2018: Ein Jahr voller Veränderungen

2018 ist da und damit beginnt für das Team der Coaches für inklusive Bildung ein Jahr voller Veränderungen. Unser Projekt befindet sich jetzt auf der Zielgeraden - nach drei Jahren endet das bundesweite Pilotprojekt am 31. März 2018. Ab dann gehen wir CiB wieder getrennte Wege - Inklusion und das Gemeinsame Lernen lassen wir aber sicherlich nicht aus dem Blick.

Bis dahin haben wir noch jede Menge zu tun. Deshalb werden wir euch und Sie auch in den kommenden Wochen und letzten Monaten über unsere Arbeit auf dem Laufenden halten. Wir freuen uns über Feedback, Anregungen und gute Gedanken rund ums Thema inklusive Schulentwicklung.

Gemeinsames Lernen in Köln 2017

Die CiB ziehen Bilanz

Eine gelungene Zwischenveranstaltung im Februar 2017, die Projekt-Präsentation mit Info-Stand und Workshops beim 3. Kongress "Eine Schule für Alle. Inklusion schaffen wir" im September und natürlich die individuelle Coach-Arbeit an den 25 Kölner Kooperationsschulen: die Coaches für inklusive Bildung ziehen mit Rückblick auf das Jahr 2017 eine vorwiegend positive Bilanz ihrer Arbeit.

So konnten unter anderem soziale Trainingsprogramme an Schulen eingeführt werden. Diese vermitteln Kindern spielerisch Hilfestellung und Rüstzeug für mehr soziales Miteinander, Toleranz und Offenheit gegenüber ihren MitschülerInnen, und dass es auch normal ist, anders zu sein.

"Wenn nur ein Kind durch so ein Trainingsprogramm sein Verhalten ändert, ist schon viel gewonnen", erklärt einer unserer Coaches, der an seiner Schule solche Programme angeregt hatte, "denn dadurch entstehen Mitnahmeeffekte, die die Dynamik im Klassengefüge verändern."

Dran bleiben lohnt sich

Überhaupt sei die wichtigste Erkenntnis aus fast drei Jahren Coacharbeit an den Schulen: Es lohnt sich immer, dran zu bleiben. Auch kleinste Schritte können etwas bewegen. Es geht darum, miteinander ins Gespräch zu kommen, Herausforderungen anzunehmen, Dinge offen anzusprechen und gemeinsam nach Lösungswegen zu suchen.

Als besonders erfolgreich hat sich hierbei aus Sicht der Coaches die Einführung von Supervisionen an den Schulen erwiesen. In regelmäßigen Abständen tauschen sich etwa SonderpädagogInnen und SchulbegleiterInnen an einer weiterführenden Kölner Schule aus. Dieses Angebot wurde von unserem Coach dort angeregt, der darüber berichtet:

"Das hat sich als so effektiv erwiesen, weil Probleme in kleinen Teams, quasi im Vier-Augen-Gespräch diskutiert werden können. Supervisionen und die längerfristige Veränderung von Teamstrukturen sind ein gutes Instrument, festgefahrene Strukturen aufzuweichen und zu verändern. Dabei gibt es einen positiven und nachhaltigen Effekt für das Gemeinsame Lernen."

Erfolg auch im Einzelfall

Auch in ganz konkreten Fällen können die Coaches positive Effekte ihrer Arbeit beobachten, etwa bei der Praktikums- und Berufsberatung. So ist es unseren Coaches gelungen, viele SchülerInnen bei der Praktikumssuche zu unterstützen und durch Bewerbungstrainings ihre Stärken mit ihnen herauszuarbeiten und dadurch ihre Chancen bei der Praktikums- und Ausbildungssuche zu verbessern.

Ein weiteres positives Beispiel, von dem ein Coach berichtet, ist Markus (Name geändert), ein Asperger-Autist an einer weiterführenden Kölner Schule.

"Als ich angefangen habe ihn zu unterstützen, war das sehr schwierig. Er war nicht in die Klassengemeinschaft integriert, sehr still und stand unter enormem seelischen Druck", erinnert sich unser Coach. "Das hat sich im Laufe der Zeit total gewandelt. Heute ist er sogar in der Lage, bei Gruppenarbeiten mitzuwirken, zum Beispiel, wenn etwas vor der Klasse szenisch gespielt werden muss. Das wäre vor einem Jahr noch völlig undenkbar gewesen."

Mit Blick auf das neue Jahr 2018 ist den Coaches vor allem eines wichtig:

"Es ist immer gut, miteinander zu reden, sich auszutauschen und die Flinte nicht zu früh ins Korn zu werfen. Auch regelmäßige Lehrer-Eltern-Schüler-Runden, in lockerer Atmosphäre, können dazu beitragen, Verständnis für die Position des anderen zu entwickeln."

Inklusionstage 2017

Vom 4. bis 5. Dezember fanden in Berlin die Inklusionstage 2017 auf Einladung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) statt. Ziel der jährlichen Veranstaltung ist es, die Partizipation von Betroffenen bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zu verbessern.

Egal ob Bundesteilhabegesetz, die Verbesserung des gemeinsamen Lernens von Kindern mit und ohne Förderbedarf oder das Recht Schwerbehinderter auf ein selbstbestimmtes Leben: Kontrovers diskutiert wurde bei den Inklusionstagen bereits in der Vergangenheit. Dieses Jahr waren viele Tagungsteilnehmer und Teilnehmerinnen aber mehr als verärgert.

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3. Kongress "Eine Schule für Alle"

Wir sagen Danke!

Vom 8. bis 10. September fand in Köln der 3. Kongress "Eine Schule für Alle. Inklusion schaffen wir!" statt. Wir möchten uns ganz herzlich bei allen TeilnehmerInnen, ReferentInnen und HelferInnen für den tollen Einsatz, das große Interesse und vor allem für den intensiven und manchmal auch kontroversen Gedankenaustausch bedanken. Das große Interesse an diesem Kongress hat einmal mehr gezeigt: Inklusive Bildung ist ein Thema, das die Menschen bewegt und vor allem ein Menschenrecht, für das es sich zu kämpfen lohnt. Und der Kongress zeigte auch: Wir sind bei diesem Kampf nicht alleine und dafür danken wir euch allen!

Weitere Informationen zum Kongress finden Sie in Kürze hier und auf den Seiten des mittendrin e.V.

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Wie geht es weiter mit der Inklusion in NRW?

Eva-Maria Thoms im DLF-Interview zum Wahlausgang

Die rot-grüne Landesregierung in NRW ist Geschichte. Doch was bedeutet das für die Inklusion im bevölkerungsreichsten Bundesland? Eva-Maria Thoms, Vorstandsmitglied bei mittendrin e.V., hält weiter am gemeinsamen Lernen von Kindern mit und ohne Förderbedarfe fest, auch unter einer möglichen schwarz-gelben Landesregierung. Welche Gründe dafür sprechen, erklärte Eva Maria Thoms am 15. Mai 2017 im Deutschlandfunk (mp3) in der Sendung "Campus und Karriere".

Fachtagung über "Inklusive Schulentwicklung"

Am 10. Februar 2017 hatten die Coaches für inklusive Bildung (CiB) ins´ Berufskolleg Deutzer Freiheit in Köln zum Thementag "Inklusive Schulentwicklung: Ziele, Wege und Partner“ eingeladen. Ziel der Veranstaltung war, im Rahmen einer Podiumsdiskussion, von Workshops sowie eines Impulsvortrags von Gabriele Mauermann vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, gemeinsam mit interessierten Schulen sowie Vertretern der Schul- und Bildungspolitik, die inklusive Schulentwicklung in NRW zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen.

Mehr zum Thema:

Lesen Sie hier die Projektvorstellung von Projektleiter Andreas Huckschlag (pdf).

Lesen Sie hier den Impulsvortrag "Auf dem Weg zur Inklusion in NRW: Blinkwinkel, Merkmale und Praxisbeispiele – Wie könnte inklusive Schulentwicklung aussehen?" (pdf) oder als txt-Datei (txt).

Lesen Sie hier eine Zusammenfassung der Workshop-Inhalte (doc).

 

Gabriele Mauermann vom NRW-Schulministerium hält den Einführungsvortrag
Coach Antonio Banichevich mit Lehrerin Gabriele Klein im Workshop Grundschule
Lehrerinnen diskutieren im Workshop Gesamtschule

Neue Veröffentlichung über CiB-Projekt

Die "nds", die Zeitschrift der Bildungsgewerkschaft GEW, hat in ihrer Januar-Ausgabe 2017 ausführlich über die Coaches für inklusive Bildung berichtet. Den vollständigen Artikel können Sie hier nachlesen (pdf).

mittendrin e.V.-Vorstandsmitglied Eva Maria Thoms bei WDR5

Die NRW-Kommunen wollten vor dem Landesverfassungsgericht mehr Geld für die Inklusion erstreiten - und scheiterten. Eva Maria Thoms vom mittendrin e.V. hat zum Thema eine eindeutige Meinung. Welche, das war am 10. Januar 2017 im "Morgenecho" auf WDR5 zu hören.

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DVD: Inklusion erfolgreich gestalten

Wie Inklusion in der Schule gelingen kann, das muss man gesehen haben - buchstäblich. Um neu startenden Schulen Anschauungsmaterial zu bieten, hat deshalb unser Partnerverein Mittendrin Hannover e.V. einen Film über den inklusiven Weg von fünf Schulen rund um Hannover gedreht.

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