Eine Schule für alle

Was Eltern erwarten

Die Eltern - ob sie Kinder mit oder ohne Behinderung haben - sind im Jahr 2015 in den Fokus von Studien geraten. Ob Bertelsmann Stiftung oder Konrad-Andenauer-Stiftung: Es wird mit Befragungen versucht herauszufinden, wie Eltern zur schulischen Inklusion stehen und welche Bedingungen sie für ihre Kinder an den Schulen erwarten. Nun hängt die Aussageperspektive solcher Untersuchungen stets vom Untersuchungssetting und von der Art der Fragen ab. In den meisten Untersuchungen sind für das Design der Studie Pädagogen oder Demoskopen verantwortlich. Umso interessanter was dabei herauskommt, wenn Eltern sich selbst zu Wort melden und dafür auch die Themen setzen. Das folgende Papier ist in einem gemeinsamen Workshop entstanden, zu dem der Landschaftsverband Rheinland (LVR) Elternvertreter seiner LVR-Förderschulen eingeladen hat, und der mittendrin e.V. Eltern aus dem Gemeinsamen Lernen. Alle haben Kinder, die nicht "nur" Entwicklungsschwierigkeiten haben, sondern eine Schwerbehinderung.

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DVD: Inklusion erfolgreich gestalten

Wie Inklusion in der Schule gelingen kann, das muss man gesehen haben - buchstäblich. Um neu startenden Schulen Anschauungsmaterial zu bieten, hat deshalb unser Partnerverein Mittendrin Hannover e.V. einen Film über den inklusiven Weg von fünf Schulen rund um Hannover gedreht.

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Und wie soll das täglich im Unterricht gehen?

Gemeinsames Lernen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung gibt es in Deutschland schon seit mehr als 30 Jahren. Der Gedanke der Inklusion ist nicht neu - neu ist nur der Anspruch, dass dies nun nach und nach alle Schulen tun sollen. Das Wissen und Können, wie dies im Alltag gelingt, ist längst vorhanden. Der Erfahrungsschatz der traditionellen Integrationsschulen muss gehoben und allgemein zugänglich gemacht werden. Deshalb hat der mittendrin e.V. im Verlag an der Ruhr zwei praktische Anleitungsbücher für Inklusion in Grundschulen und in der Sekundarstufe veröffentlicht.

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Recht auf inklusive Bildung

Das Schulgesetz in NRW

Das Land Nordrhein-Westfalen hat seit dem Schuljahr 2014/2015 ein Recht auf inklusive Bildung eingeführt. Mit dem 9. Schulrechtsänderungsgesetz ist der "erste Schritt" zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ins Schulrecht getan worden. Das Schulgesetz verpflichtet die Schulen des Landes zur Inklusion und die Kommunen zur Entwicklung einer inklusiven Schullandschaft. Die Schulämter müssen jedem Kind oder Jugendlichen mit Behinderung bzw. sonderpädagogischem Förderbedarf einen geeigneten Platz im Gemeinsamen Lernen anbieten. "Geeignet" bedeutet hier, dass die Schule gut erreichbar sein und die Voraussetzungen für die erfolgreiche Bildung des Kindes an der Schule geschaffen sein müssen. Eine Verweigerung des Gemeinsamen Lernens ist nur in besonderen Ausnahmefällen möglich.